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Digitaler Girls’Day im ScaDS.AI Leipzig und Dresden

Gestern am 22.04. fand deutschlandweit der Girls‘ und Boys‘ Day zur Unterstützung einer klischeefreien Berufswahl statt. Auch ScaDS.AI war in Leipzig und Dresden mit einem digitalen Angebot für Mädchen und junge Frauen dabei.

In Dresden waren mehr als 10 Mädchen diesmal aus ganz Deutschland anwesend - ein großer Vorteil des virtuellen Formats. Am Anfang konnten sie beim KI-Quiz zeigen, ob sie mit Fachbegriffen wie Algorithmen, schwache KI oder Supercomputer etwas anfangen können. Sunna Torge, eine unserer Forscherinnen, hat im Anschluss erklärt, wie Neuronale Netze funktionieren und wie wir damit zur Bilderkennung forschen. Die Genomkatalogisierung von Fledermäusen war auch ein spannendes Thema, das gezeigt hat, wie lange ein normaler Computer im Vergleich zu einem Hochleistungsrechner für die Arbeit braucht - nämlich mehr als 10 Jahre! Lena Jurkschat, unsere wissenschaftliche Hilfskraft, studiert Informatik im Master. Sie hat aus ihrem Studienalltag berichtet und erklärt, dass ein Informatikstudium ziemlich cool sein kann und sich der Umzug nach Dresden wirklich gelohnt hat. 

Bei der Vorstellung des Rechenzentrums (ZIH) der TU Dresden, dem "IT-Herz der Uni“, haben die Teilnehmerinnen erfahren, wie umfangreich die Verbindungen von unseren Systemen und Anwendungen in alle Bereiche der Universität sind: Nicht nur in die Wissenschaft, sondern auch in die Bibliothek, die Verwaltung bis hin zu jedem einzelnen Beschäftigten und Studierenden reicht dieses Netz. Die biologische Musterbildung wurde von Prof. Andreas Deutsch erläutert, der als Leiter der Abteilung Innovative Methoden des Computing auch zur Krebserkennung forscht. 

Zum Schluss hat Christina Mühlbach als Fachinformatikerin des ZIH Einblicke in ihre Arbeit gegeben: Nämlich, was Programmierung mit Kreativität zu tun hat und warum sie als Gestaltungsmittel für (fast) alles taugt! 

Die Teilnehmerinnen des Girls‘ Day an unserem Standort in Leipzig haben nach einer kleinen Einführung erste Informationen über die Geschichte von KI und Big Data erfahren und konnten sich damit auseinandersetzen, was eigentlich der Unterschied zwischen Machine Learning und einem (Deep) Neural Network ist. Danach wurden gemeinsam mit nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Grenzen und Gefahren des Einsatzes von KI diskutiert. Wieso ist es eigentlich sinnvoll, sich mit Data Privacy zu beschäftigen? Was kann eigentlich passieren, wenn beispielsweise Soziale Netzwerke wie Facebook Daten von ihren User*innen sammeln und was ist eigentlich mit Bias gemeint? Im Anschluss haben Forscherinnen des Zentrums (Anja Neumann, Aruscha Kramm, Alina Mailach, Maja Schneider, Marlene Mertens) Einblicke in ihren beruflichen Werdegang als Data-Science-Forscherin geben. Dabei wurde deutlich, dass nicht nur der geradlinige Werdegang vom Informatikstudium an einer Universität, sondern auch ein Mathematik- und Psychologiestudium oder gar ein eigentlich geplantes Kunststudium gepaart mit einem großen Anteil Interesse und Begeisterung früher oder später zur KI-Forschung führen kann. Nach einer kleinen Mittagspause ging es dann ans Programmieren. In einer Übung aus dem Bereich Data Science wurde gezeigt, welche Informationen eigentlich alles aus einem einzigen großen Datensatz über Verhaftungen in Los Angeles gewonnen werden können. Wie Bilderkennungen arbeiten und Neuronale Netze, Hunderassen und Erdbeeren klassifizieren, wurde im Anschluss erläutert. Auch hierbei wurde wieder deutlich, dass eine KI nur das kann, worauf sie auch trainiert wurde.

Wir hoffen, dass unsere Veranstaltungen Früchte tragen und dabei helfen konnten, viele junge Forscherinnen für das große Feld der KI-Forschung zu begeistern. Uns hat es jedenfalls großen Spaß gemacht! Bis zum nächsten Mal zum Girls‘ Day im ScaDS.AI.