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News

Kick-off Veranstaltung „Dimensions of Artificial Intelligence“

In Zusammenarbeit mit Dresden-concept findet am 16. Juli von 13:30 bis 16:00 Uhr die digitale Auftaktveranstaltung des Scientific Area Network (SAN) „Dimensionen Künstlicher Intelligenz“ statt. Das Programm bietet eine Vielzahl an interessanten Vorträgen und Präsentationen unterschiedlicher Wissenschaftseinrichtungen. Um eine vorherige Registrierung wird gebeten.

Das SAN ermöglicht eine interdisziplinäre Perspektive auf die neue Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz (KI). Diese erfährt seit einigen Jahren einen starken Zuwachs an Aufmerksamkeit in Forschung, Wirtschaft, Kultur und Medien. Zugleich nimmt KI auch im staatlichen Handeln eine zunehmend bedeutende Rolle ein. Die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ des Bundestages ist der Auffassung, dass die KI-Entwicklung neben wirtschaftlichen Zielen auch gesellschaftlich progressiven Zwecken z. B. in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Verkehrswende, Klimawandel und Teilhabe oder gerade hochaktuell bei der Bewältigung von Pandemien dienen sollte. Aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz ist auch ein verantwortungsvoller Umgang mit KI mitzudenken. Dies schließt u. a. die Nachvollziehbarkeit der Resultate von KI-Methoden mit ein sowie den Umgang mit Fragen zur Datenhoheit aufgrund limitierender Rechnerkapazitäten.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung werden diesbezügliche Forschungsergebnisse von Wissenschaftler:innen aus DRESDEN-concept Partnereinrichtungen gebündelt vorgestellt. Nach der Auftaktveranstaltung folgen Follow-ups zur vertieften Vernetzung mit dem Ziel, Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen.

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DRESDEN-concept – eine weltweit einzigartige Allianz aus Wissenschaft und Kultur und Schaufenster des Wissenschaftsstandortes Dresden. Das Erschließen und Nutzen von Synergien in den Bereichen Forschung, Ausbildung, Infrastruktur und Verwaltung steht im Fokus dieser einmaligen Kooperation von Forschungs- und Kultureinrichtungen.

DRESDEN-concept bedeutet: Dresden Research and Education Synergies for the Development of Excellence and Novelty.

Die Partner koordinieren Wissenschaftsstrategie und identifizieren die Gebiete, auf denen Dresden international führt, um weltweit anerkannte Forschende für Dresden zu gewinnen. Durch die Vernetzung über die Instituts- und Fachgrenzen hinweg bietet DRESDEN-concept Forschenden einen idealen Ort für Innovation und Wissenschaft.
Kurze Wege zwischen den Partnern, die nachhaltige Nutzung von Infrastrukturen innerhalb der Allianz und die Etablierung von Forschungsschwerpunkten machen Dresden zu einem der bekanntesten Wissenschaftsstandorte.

Sebastian Gemkow, der sächsische Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, informierte sich bei einem Besuch in Leipzig über aktuelle Forschungsergebnisse und den Transfer im Bereich smarte Logistik

Eingeladen vom ScaDS.AI, dem InfAI und der Universität Leipzig besuchte der sächsische Minister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Sebastian Gemkow, vergangenen Donnerstag, den 01. Juli das Logistics Living Lab in Leipzig. Die Veranstaltung hatte den Austausch über aktuelle Forschungsergebnisse und den Transfer im Bereich smarte Logistik zum Thema. Dabei lag der Hauptfokus auf dem Einsatz und der Erforschung von digitalen und datengetriebenen Technologien.

Neben Prof. Dr. Bogdan Franczyk, dem ersten Vorsitzenden des InfAI e.V., begrüßte der Prorektor für Entwicklung und Transfer der Universität Leipzig, Prof. Dr. Thomas Lenk, den Minister. Nach einer anschließenden Führung durch die Räumlichkeiten des Logistics Living Lab wurden gemeinsame Forschungsthemen verschiedener Einrichtungen in Leipzig in kurzen Impulsvorträgen vorgestellt. Unter anderem stellte Andreas Heinecke, der Geschäftsführer des InfAI, die Arbeit des Instituts für Angewandte Informatik vor, wobei im Kern vor allem die Transferarbeit beleuchtet wurde. Prof. Dr. Erhard Rahm, der in der Doppelfunktion als wissenschaftlicher Koordinator des ScaDS.AI Leipzig/Dresden und als Beisitzer des InfAI Vorstandes zugegen war, informierte über die umfassende Arbeit des Leipziger Zentrums für skalierbare Datenanalyse und Künstliche Intelligenz sowie die enge Zusammenarbeit mit dem InfAI im Bereich Transfer. Im Anschluss gab Martin Schieck Einblicke in das Projekt EXPRESS zur datengetriebenen Vernetzung und Digitalisierung in der Landwirtschaft. Und Robert Wehlitz stellte in einem Impulsvortrag das Projekt SENERGY (Smarte Services für die Energiewirtschaft) vor, während Dr. Jan Bumberger, Wissenschaftlicher Koordinator für den Bereich Forschungsdatenmanagement und Arbeitsgruppenleiter im Bereich Environmental Sensor and Information Systems am UFZ, einen Überblick über das Forschungsprogramm der Leipziger Helmholtz Zentrums für Umweltforschung gab.

Zusätzlich zu den zahlreichen spannenden Einblicken in die Leipziger Forschungslandschaft wurde in lockerer Atmosphäre über aktuelle Entwicklungen im Bereich Digitalisierung sowie die Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten der Forschung im Bereich Drittmittel sowie für An-Institute diskutiert. Da das Thema Transfer eine zentrale Rolle spielte, wurde vereinbart, dass hierzu ein vertiefender Austausch mit dem Minister und weiteren Akteuren aus diesem Bereich stattfinden soll. Entsprechende Vorbereitungen sind bereits angelaufen.

 

 

  

 

Erste Vorlesung im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe der ScaDS.AI Living Labs 

"Ethik- und Moralkodes in der Künstlichen Intelligenz" von Rita Jordan, Niklas Lange und Franz Lehr

Am 1. Juli 2021 fand der erste Vortrag aus der Living Lab Vortragsreihe als Online-Veranstaltung statt. Die ScaDS.AI-Forschenden Rita Jordan, Niklas Lange und Franz Lehr stellten das Thema "Ethik- und Moralkodex in der Künstlichen Intelligenz" einem breiten Publikum vor. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist hier zu sehen: https://youtu.be/wxQAuBHW194.

Franz, der unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Lauber-Rönsberg zum Thema "Transparenz als Grundprinzip vertrauenswürdiger KI: Regulatorische Rahmenbedingungen" forscht, begann den Vortrag mit einer Einführung in das Thema und beleuchtete die Schlüsselfaktoren für Transparenz und Vertrauenswürdigkeit von KI-Technologien.

Rita, die an "Law and Design: A Constitutional and Political Theory Perspective of the 'Privacy by Design' Approach in Relation to Big Data and AI" am Lehrstuhl von Prof. Dr. Sabine Müller-Mall arbeitet, setzte den Vortrag aus einer anderen Perspektive fort und erläuterte, wie Regulierung die Idee von 'Privacy by Design' unterstützen und die Rechte und Privatsphäre der Endnutzer schützen kann.

Niklas, der ebenfalls unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Müller-Mall zum Thema "Algorithmische Diskriminierung und die Möglichkeiten ihrer Regulierung" forscht, behandelte das Thema Ethik und Moral in der KI aus einer anderen Perspektive. Er erklärte, wie maschinelle Lernmodelle voreingenommen sein können und wie wir Entscheidungen, die auf voreingenommenen Annahmen basieren, regulieren und verhindern können.

Der Vortrag endete mit einer lebhaften Diskussionsrunde. Vielen Dank für Ihre interessanten Fragen!

Der nächste Vortrag wird am 5. August 2021 zum Thema "Temporal Graph Analysis" stattfinden.

Um über kommende Living Lab Veranstaltungen informiert zu werden, trag Sie sich bitte in die Mailingliste ein:

https://mailman.zih.tu-dresden.de/groups/listinfo/livinglab

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Fragen!

 

 

 

ISC2021 – Mit Alpha-Centauri-Platzierung, virtuellem Stand und spannenden Präsentationen

Platz 182 in der 57. Top500-Liste für das ZIH-System „Alpha Centauri“

In der traditionell zur ISC High Performance (ISC) veröffentlichten Top500-Frühjahrsliste der weltweit schnellsten Supercomputer erreichte das am Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden installierte System Alpha Centauri den Platz 182. Damit belegt der Supercomputing-Cluster der Technischen Universität Dresden den 17. Platz in Deutschland. Die Besonderheit dieser Platzierung ist, dass es unser Cluster mit nur 34 sehr leistungsfähigen Compute-Knoten in die aktuelle Liste geschafft hat. Bei der Beschaffung dieser Erweiterung lag der Fokus neben der reinen Rechenleistung v.a. darauf, den sehr speziellen Anforderungen der Nutzenden im Bereich KI und Maschinelles Lernen (ML) gerecht zu werden. 

Das Herzstück des HPC-Clusters und entscheidend für die Rechenleistung sind die insgesamt 272 NVIDIA A100 GPUs, von denen jeweils acht in einem Compute-Knoten enthalten sind. Ihre theoretische Maximalleistung bei Fließkomma-Operationen beträgt mehr als 2,6 PFlop/s bei 64-Bit (double precision), mehr als 5,3 PFlop/s bei 32-Bit (single precision) und mehr als 42 PFlop/s bei FT32-to-FP32 Tensor-Operationen. Darüber hinaus verfügt jeder Knoten über einen 1 TB großen Hauptspeicher und 3,2 TB lokalen NVMe-Cache, um die GPUs schnell mit Daten zu versorgen. Die schnelle Anbindung an den zentralen HPC-Speicherkomplex erfolgt über je zwei HDR-Infiniband-Karten mit 400 Gbit/s Netzwerkbandbreite bei sehr geringer Latenz. Die maximale Leistungsaufnahme eines Knotens beträgt 4,8 kW. Eine direkte Heißwasserkühlung (DLC) sorgt für hohe Energieeffizienz bei gleichzeitiger Nutzung der Abwärme. (Link: https://tu-dresden.de/zih/news/zih-ki-cluster-2021)

Das Ende Februar in Betrieb genommene System wurde von der NEC Deutschland GmbH bereitgestellt (https://www.scads.de/de/aktuelles/news/641-tu-dresden-nimmt-neuen-ki-cluster-von-nec-in-betrieb). Freie Kapazitäten stehen der Forschung darüber hinaus jedoch deutschlandweit im Rahmen des Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR) zur Verfügung, für das das ZIH seit Januar 2021 als einer von acht Standorten durch den Bund und den Freistaat Sachsen gefördert wird (https://tu-dresden.de/zih/news/nhr-am-zih-der-tud). 

"Angesichts der explodierenden HPC- und Analyse-Bedarfe in immer weiteren wissenschaftlichen Anwendungsgebieten – insbesondere aber aufgrund des zu erwartenden weiteren Zuwachses im Hinblick auf Datenvolumen, -größe und -komplexität dieser Anwendungen – muss das ZIH die Leistungsfähigkeit seiner Computing-Infrastruktur kontinuierlich mithilfe der neuesten Technologien steigern und dabei auch das Design seiner Rechnerarchitektur immer wieder neu durchdenken. Mit den Anforderungen unseres KI-Kompetenzzentrums ScaDS.AI und der gelebten engen Zusammenarbeit von HPC-, Big-Data-, Performance-, I/O-Expert:innen usw., bei permanenter direkter Rückkoppelung in die verschiedenen Fachwissenschaften, bleibt dann noch die Herausforderung, die Leistungsfähigkeit dieser Systeme durch geeignete Methoden effizient auszuschöpfen.“, resümiert Prof. Wolfgang E. Nagel, als Leiter des ZIH und wissenschaftlicher Sprecher von ScaDS.AI Dresden/Leipzig im Hinblick auf die aktuelle Top500-Platzierung.  

Der neue Supercomputing-Cluster wurde in die bestehende leistungsfähige HPC-Infrastruktur des ZIH integriert. Neben den spezialisierten HPC-Ressourcen bieten wir unseren Nutzenden individuellen Support und umfassende Beratung an, um die Systeme effizient für die wissenschaftliche Forschung einzusetzen. Das ZIH-Weiterbildungsangebot wird derzeit in enger Abstimmung mit den andren NHR-Standorten massiv ausgebaut. Für die ZIH-Methodenschwerpunkte Big Data und Datenanalyse sowie -Management, Maschinelles Lernen, Tiered-Storage-Architekturen und I/O-Optimierung sowie Leistungs- und Energieeffizienzanalyse und -optimierung werden dedizierte Formate erarbeitet, die noch in diesem Sommer beginnen sollen.

ScaDS.AI Dresden/Leipzig und das ZIH präsentiert sich mit virtuellem Stand und wissenschaftlichen Beiträgen

Mit dieser ganz realen Top500-Patzierung kann das ZIH seine sonst leider nur virtuelle Messepräsenz auf der diesjährigen ISC abrunden. Auf dem virtuellen Messestand stellen wir ein breites Spektrum unserer aktuellen Arbeiten in den Bereichen Hochleistungsrechnen, Machine Learning und High Performance Data Analytics vor, das wir im wissenschaftlichen ISC-Programm mit zahlreichen virtuellen Konferenzbeiträgen über die Themenschwerpunkte unserer Forschung von KI, Machine Learning und Data Analytics über Performanceanalyse von HPC-Anwendungen, bis hin zur Vorstellung der von uns entwickelten Performance-Werkzeuge sowie einem LLVM-Compiler-Workshop untermauern.

Zum virtuellen ZIH-Messestand: https://booth.zih.tu-dresden.de 

ZIH-Beiträge zum wissenschaftlichen Konferenzprogramm (https://www.isc-hpc.com/schedule.html):

  • "Hands-on Practical Hybrid Parallel Application Performance Engineering“, Tutorial mit Bill Williams (ZIH) am 24. Juni, ab 14:00 Uhr

  • "Guidelines for HPC data center monitoring and analytics framework development“, BoF-Session mit Thomas Ilsche (ZIH) am 30. Juni, ab 14:00 Uhr

  • „Performance Analysis for new HPC programming models”, Focus-Präsentation von Andreas Knüpfer (ZIH) am 1. Juli, ab 15:35 Uhr

  • „4th HPC Applications in Precision Medicine Workshop" von Andreas Deutsch (ZIH) am 2. Juli, ab 14:00 Uhr

  • "Machine Learning on HPC Systems“, Workshop mit Sunna Torge (ZIH) und Peter Winkler (ZIH) sowie Nico Hoffmann (TU Dresden) am 2. Juli, ab 14:00 Uhr

  • „LLVM-CTH: The Second Workshop on LLVM Compiler and Tools for HPC“ mit Anja Gerbes (ZIH) am 2. Juli, ab 14:00 Uhr

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Über das ZIH

Das ZIH ist das universitäre IT-Zentrum der TU Dresden. Seit mehr als 20 Jahren betreibt es HPC-Systeme als Kompetenzzentrum für Hochleistungsrechnen – stets mit dem Fokus auf datenintensiven Anwendungen. Seit Anfang 2021 ist das ZIH eines von acht NHR-Zentren in der Initiative "Nationales Hochleistungsrechnen" der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und unterstützt damit die akademische Forschung in ganz Deutschland.

 

👉 Stellenausschreibungen

Wir suchen drei studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte am Standort Leipzig. In folgenden Schwerpunkten liegen Ihre zukünftigen Tätigkeiten:

  • Einsatz von KI-Methoden am Anwendungsfall der additiven Fertigung

  • Document Layout Analysis und Recognition mit Machine Learning/KI

  • Frontend-Entwicklung für die entstehende Datenhandelsplattform DE4L

Was Sie erwartet?

  • Eine dynamisches, weltoffenes Team an einem von sechs deutschen KI-Forschungszentren
  • Sammeln Sie Erfahrung als Wissenschaftskommunikator*in
  • Unterstützen Sie den Ausbau des ScaDS.AI Dresden/Leipzig zu einem führenden deutschen Kompetenzzentrum für Big Data, Data Analytics und Künstliche Intelligenz

Wir freuen uns auf Ihr Know-how und Ihre Bewerbung!

Wir sehen uns in Leipzig