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COMPETENCE CENTER
FOR SCALABLE DATA SERVICES
AND SOLUTIONS

Multiskalen-Visualisierung – Der Schlüssel zu einem besseren Werkstoffverständnis

Bei der rechnergestützten Auslegung von Faserverbunden für Leichtbaustrukturen muss deren hierarchischer Aufbau berücksichtigt werden: ausgehend von Faser und Matrix, über den Roving, das Verstärkungstextil, die Einzelschicht bis hin zum Mehrschichtverbund. Dieser hierarchische Gedanke setzt sich über das Fügen von Komponenten zu einer Struktur und der Interaktion mehrerer Strukturen in einem System fort. Bei der Entwicklung müssen für jede dieser Skalen geeignete Simulationsmodelle bereitgestellt werden. Eine modellübergreifende, durchgängige Visualisierung der einzelnen Berechnungsergebnisse ist bisher jedoch nicht möglich.
Im Rahmen des Vorhabens „ScaDS Dresden/Leipzig - Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“ haben das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik und die Professur für Computergraphik und Visualisierung (beide TU Dresden) eine browserbasierte Software entwickelt, die erstmals eine konsistente Visualisierung der Ergebnisse über alle Skalen hinweg erlaubt (Abbildung 1). Damit kann das Potenzial einer Multiskalen-Visualisierung zur Verbesserung des Werkstoffverständnisses aufgezeigt werden.  Grundlage sind die Simulationsdaten, die bei der Entwicklung einer adaptiven Blattfeder im SFB639 entstanden sind.
Im Video werden der Funktionsumfang sowie die Vorteile der browserbasierten Software aufgezeigt. Die Software wird einem breiten Spektrum an potenziellen Anwendern auf der Composite Europe – 11. Europäische Fachmesse & Forum für Verbundwerkstoffe, Technologien und Anwendungen, 29.11. - 1.12.2016, Messe Düsseldorf vorgestellt.  Dann können die Interessenten selbstständig die Software bedienen und sich einen eigenen Eindruck von deren Möglichkeiten machen.

 

Abbildung1: Multi-Skalen-Modellierung - Simulation des Materialverhaltens von der Faser bis zum Fahrzeug.

 

Kontakt:

R. Höhne, B. Grüber, M. Gude, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, TU Dresden
J. Staib2, S. Gumhold, Professur für Computergraphik und Visualisierung, TU Dresden